Theater spielen, Kurzfilme gestalten oder Texte produzieren?

Diese Frage stellte sich vor Beginn des Literaturkurses der Q2 und wurde mit Letzterem beantwortet. Der Schwerpunkt des diesjährigen Literaturkurses sollte beim Schreiben eigener Texte liegen, was von den Kursteilnehmer*innen erst einmal positiv aufgenommen wurde.

Damit alle Schüler*innen auch langfristig wussten wohin die Reise führen sollte, wurde das Ziel gleich zu Anfang benannt. Jede Kursteilnehmerin und jeder Kursteilnehmer sollte am Ende der gemeinsamen Zeit ein eigenes Buch in den Händen halten, das nicht nur aus eigenen Texten, sondern auch aus selbst gestalteten Illustrationen bestehen sollte.

Hier zeigte sich auch relativ schnell eine der ersten Hürden, denn Zeichnen und Illustrieren hielten viele der angehenden Autor*innen nicht für ihre Stärken.

Um Zweifel abzubauen und verschiedene Beispiele als Anregung zu nutzen, sichtete man erst einmal unterschiedliche bebilderte Bücher, deren Illustrationen von komplexen Zeichnungen über rudimentäre Strichmännchen bis hin zu Fotografien reichten. Erste Ideen bildeten sich schnell heraus, die im Laufe der Zeit entweder verfestigt und ausgebaut oder aber bei manchen Schülerinnen und Schülern komplett verworfen wurden.

Um bei der Umsetzung des Buchprojekts eine allgemeine Orientierung zu haben, erarbeiteten die Teilnehmer*innen im Kurs zwar formelle Kriterien, blieben aber bei der Themenwahl absichtlich sehr frei.

Die wöchentlichen Sitzungen wurden genutzt, um sich unterschiedlichen, kreativen Schreibaufgaben zu stellen. Da die Anzahl der Schüler*innen nicht zu groß war, hatte man oftmals am Ende der Sitzung die Möglichkeit alle Texte zu hören, was nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern oftmals auch sehr beeindruckend war. Einige Teilnehmer*innen entpuppten sich als wahre Schreibtalente.

Nach vielen Zwischenbesprechungen und stetig wachsenden Fortschritten wurden die Werke im März fertiggestellt und sollten eigentlich beim Frühlingskonzert ausgestellt werden, um Andere an den Ergebnissen teilhaben zu lassen. Unglücklicherweise machte uns hierbei Corona einen Strich durch die Rechnung, sodass die tollen Arbeiten leider „nur“ hier auf unserer Homepage gezeigt werden können.

Nichtsdestotrotz kann man bei der Auswahl sicherlich einen guten Einblick in die Vielfalt der Buchprojekte bekommen.

J. Beyer