In Zeiten von Corona entschloss sich die Klasse 6d dazu, den Bewohnerinnen und Bewohnern des Theresienheims eine Freude zu machen. Unter dem Motto „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb!“ bastelten die Schülerinnen und Schüler in einem Monat liebevoll viele unterschiedliche Frühlingsgrüße.
Mitte Februar schlug Frau Hohenhaus ihrer Klasse diese Idee vor, die alle Schülerinnen und Schüler sofort toll fanden. „Ich finde es schön, wenn wir den alten Leuten eine Freude machen können. Für sie ist es ja besonders schlimm, da sie keinen Besuch bekommen dürfen“, erzählt eine Schülerin aus der 6d. Am 18.2.2021 begannen dann die Vorbereitungen. Es wurde in den Klassenleiterstunden im Distanzlernen viel gebastelt, z.B. fliegende Vögel, Vögel auf Ästen und Schmetterlinge. Osterdekorationen wurden gleichfalls erstellt. So bastelte eine Schülerin einen 3D-Hasen, während sich andere Ostereier, Osterhasen und Osternester aussuchten.
Jedes Kind schrieb aber auch ein bis drei Briefe, denn möglichst viele Bewohnerinnen und Bewohner sollten zusätzlich Post erhalten. Den Briefen legten die Kinder Wunschblumen bei, die von ihnen bemalt, in der Mitte mit einem Wunsch versehen und anschließend gefaltet wurden. Wenn die Seniorinnen und Senioren diese in einen Behälter mit Wasser legen, falten sich die Blütenblätter auf und die Inschrift wird sichtbar.
Aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theresienheims wurden mit einer Wunschblume als Dank für ihren Einsatz bedacht.
Etwa einen Monat später, im Nachmittagsunterricht am 18.03.2021, fand im ebenfalls frühlingshaft geschmückten Klassenraum der 6d ein freudiges Ereignis statt, das auch die Schulleiterin Frau Deggerich nicht verpassen wollte. Frau Ringendahl-Breier, die Leiterin des Sozialen Dienstes des Theresienheims, besuchte die Schülerinnen und Schüler, um die zahlreichen Bastelarbeiten und Briefe mit ins Seniorenheim zu nehmen und an die Bewohnerinnen und Bewohner zu überreichen. Stolz präsentierten die Kinder ihre Kunstwerke. Außerdem erfuhren sie einiges über den Alltag und die Coronaschutzmaßnahmen im Theresienheim, da Frau Ringendahl-Breier sich extra Zeit genommen hatte, die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten. Sie freute sich sichtlich über die Mühe und das Engagement der Klasse und bedankte sich inständig im Namen der Seniorinnen und Senioren. Dieser Dank galt nicht nur den Schülerinnen und Schülern, sondern auch der Klassenlehrerin für ihren tollen Einfall.

Nika Ilbertz und Hannah Weßels