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Festakt zum 50. Schuljubiläum mit Besuch des Bischofs

Am Mittwoch, den 15. November, feierte das Bischöfliche Albertus-Magnus-Gymnasium den 50. Jahrestag seiner Gründung. Am Patronatstag des Heiligen Albert wurde 1967 unsere Tagesheimschule durch den damaligen Bischof Dr. Johannes Pohlschneider unter Beteiligung zahlreicher Gäste aus Kirche, Politik und Verwaltung eingeweiht.

Auch diesmal besuchte uns aus gegebenem Anlass unser derzeitiger Bischof, Dr. Helmut Dieser, um gemeinsam mit der ganzen Schulgemeinde zu feiern, und überbrachte dabei seine ganz persönlichen Glückwünsche. Mit einem Gottesdienst in der Dülkener Pfarrkirche St. Cornelius eröffnete der Aachener Bischof die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Schule gemeinsam mit dem Aachener Domkapitular, Pfarrer Rolf-Peter Cremer, Pfarrer Josef Bomanns, Schulseelsorger am AMG, und Jan Nienkerke, Pfarrer der Gemeinde St. Cornelius. Auch die Schülerinnen und Schüler gestalteten die Messfeier mit und unsere schulischen Musikensembles bereicherten den Gottesdienst mit ihren Musikbeiträgen.

 

In seiner Predigt betonte Bischof Dr. Dieser: „In allem, was ihr lernt, alles, was euch interessiert, was euch in der Schule Spaß macht, was ihr entdeckt, miteinander diskutiert und teilt: in all dem, was ihr in den Jahren eurer Schulzeit wirklich dazu gewinnt an Wissen, Erfahrung und Können, dieser ganze Lernstoff ist ein Post von Gott, und ihr könnt darin auch lernen, mit Gott zu posten.“ In seiner Predigt erinnerte der Bischof auch an den Schulpatron, Albert den Großen. Schon zu Lebzeiten fingen die Menschen an, ihn so zu nennen. Albert sei ein „doctor universalis“, ein Universalgelehrter, gewesen. Ein Mann, der alles wusste. „Stellt es euch so vor: Alles, was ihr damals in Wikipedia über Philosophie und Naturwissenschaften hättet googeln können, wenn es das damals schon gegeben hätte, das hat Albert als einzelner Mensch selbst gewusst.“ Das sei heute gar nicht mehr möglich, denn das Wissen der Menschheit hat sich seit dem Mittelalter unübersehbar vervielfacht, immer schneller und schneller. „Ohne Gott“, so betonte Dieser allerdings, „wären die Welt und der Kosmos nur massenhafte Hardware – ohne Netz.“

Nach der Heiligen Messe fand der gemeinsame Festakt in unserer Aula statt. Schüler der Technik-AG riefen in Bildern 50 Jahre Schulleben ins Gedächtnis, Schulleiter Thomas Kamphausen begrüßte die Gäste, nachdem die Big Band die Feier musikalisch eingeleitet hatte.

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Die Festansprache hielt Dr. Thomas Ervens, Leiter der Abteilung Erziehung und Schule im bischöflichen Generalvikariat. Dr. Ervens beschrieb in seiner Rede, was kirchliche Schule, insbesondere das AMG, auszeichnet. Dabei erinnerte er an die Gründung unserer Schule. Zentrales Thema seiner Festansprache war es, wie wichtig es sei, „[…] in bewegten Zeiten bewegende Zeichen zu setzen.“

Anschließend präsentierte unsere Musical-AG einen Auszug aus ihrem aktuellen Stück „Die Götterolympiade“, während sie am Klavier und Cajón begleitet wurden.

Prof. Dr. Gregor Maria Hoff, ehemaliger Schüler des AMG und Professor für Fundamentaltheologie und Ökumene an der Universität Salzburg, ordnete in seinem Festvortrag die Geschichte unserer Schule in gesellschaftliche Umstände und Entwicklungen – auch innerhalb der Kirche – ein. Dabei erinnerte er auch an den ersten Schulleiter Herrn Kiwitz und dessen Einfordern von Zivilcourage.

Nachdem unsere Artistik-AG ihr akrobatisches Können unter Beweis gestellt und die Big Band mit Stücken wie „Tuxedo Junction“ und „Malaguena“ begeistert hatte, entrichtete unser ehemaliger Schüler und jetziger Bürgermeister der Gemeinde Niederkrüchten, Karl-Heinz Wassong, Grußworte im Namen der Kommunen.

Über das Wissen des Verstandes hinausgehen, dem Beispiel des Schulpatrons Albertus Magnus folgen – diese Wünsche begleiteten den Gottesdienst und den Festakt, wie Schulleiter Kamphausen hervorhob: „Bei aller Forschung und technischen Entwicklung ist es die Kontinuität des Sinnsuchens und des Glaubens an Gott, die uns hält und durch unser Leben begleitet.“ Und weiter: „Neben der Vermittlung von Allgemeinwissen möchten wir unsere Schüler zum Hinterfragen der Dinge animieren, sie zur Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben heranführen und an der Entwicklung ihrer sozialen Kompetenzen beteiligt sein. Das waren und sind auch Schwerpunkte unseres schulischen Arbeitsauftrages. Heute und auch schon vor 50 Jahren.“

Nach dem Festakt wurde den zahlreichen Gästen die Gelegenheit gegeben, bei einer Kunstausstellung und einem historischen Rückblick auf die Geschichte und die Entwicklung unserer Schule gemeinsam Rückschau zu halten, Ausblick zu nehmen und einander zu begegnen.

weitere Quellen:

Bistum Aachen

Rheinische Post vom 23.11.2017