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Das AMG auf der Suche nach dem Higgs-Boson

Die Q1 des Albertus-Magnus-Gymnasiums ist in die Schweiz zum CERN bei Genf gefahren, um einen Eindruck in der Welt der Teilchenphysik zu gewinnen.

Der CERN ist der Nabel der Kernforscherwelt. Im riesigen Forschungszentrum in Genf steht der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. Dort werden schwarze Löcher simuliert und die Geheimnisse der kleinsten Teilchen im Universum untersucht. Eine faszinierende Welt, die vielen Außenstehenden ein Rätsel bleibt.

Nach einer langen aber unterhaltsamen Anreise in das am Genfer See gelegenen „Geneva Hostel“, stand Sonntag abends eine Erkundung der Genfer Innenstadt auf dem Programm.

Am nächsten Tag empfing uns Paul Fetchenhauer, Mitentwickler des CMS-Detektors und unmittelbar an drei Nobelpreisen beteiligt, zu einem Vortrag über den CERN und den aktuellen Forschungsstand in der Teilchenphysik. Anschließend führte er uns in die Ausstellung „Microcosm“, in der man erfahren kann, woran die CERN-Forscher derzeit gerade knobeln, wie der 27 Kilometer lange Teilchenbeschleuniger genau funktioniert, wer hinter den bahnbrechenden Ideen des CERN steckt und wieso diese Menschen ihr Leben der Forschung verschrieben haben.

Nach einem Mittagessen in der internationalen Forschungsgemeinde fuhren wir zum Highlight des Ausflugs: Das Compact-Muon-Solenoid-Experiment (CMS) ist ein unterirdisch gelegener Teilchendetektor am Large Hadron Collider. Im Jahr 2013 wurde diesem Experiment der Nobelpreis für den Nachweis des sogenannten Higgs-Boson vergeben. Dank Herrn Fetchenhauer konnten wir in die 100m tief gelegene Kaverne herabfahren, diese „Weltenmaschine“ begutachten und mit den Forschern über Messtechnik und Messergebnisse diskutieren.

Anschließend fuhren wir wieder in das heimische Dülken zurück. Übrigens: Am CERN werden nicht nur Protonen und Schwarze Löcher untersucht. Hier werden auch ganz nützliche Alltagsdinge erforscht und entwickelt. Unter anderem eine Erfindung, ohne die Sie diesen Artikel hier gar nicht hätten lesen können: das Internet.

[J. Erkelenz]

Bericht der Rheinischen Post vom 28. April 2018