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Ich bin kein „Geschöpf der Nacht“! – Nachbericht zum Musical

Darf ich mich vorstellen: Mein Name ist Schleimer, Schnecke Schleimer.

Meine besten Freunde sind die faule Biene Fine und die italienische Ameise Giovanni.

Ich wohne in einem Eigenheim, das ich auf dem Rücken herumtrage, und bin ein manchmal etwas einsames Einzelkind. Giovanni und Fine haben es da besser: Sie haben Millionen von Geschwistern und zwei richtig starke Mamas! Aber das haben Sie ja in unseren beiden tollen Aufführungen erleben können.

Bevor wir das Musical präsentieren konnten, hieß es erst einmal: proben, proben, proben.

Wir trafen uns immer mittwochs in der Musischen Stunde von 12.15 bis 13 Uhr im größten Musikraum des AMG und später auf der Bühne in der Schulaula. Damit ich rechtzeitig ankommen konnte, habe ich auf dem Schulhof übernachtet und bin schon um 5 Uhr losgekrochen.

In den Proben haben wir viele Lieder gesungen und die Texte geübt. Begleitet wurden wir von Frau Riegel auf dem Klavier und später von einem Schlagzeuger und einem Gitarristen. Wir legten den genauen Ablauf fest und haben auch geübt, wie man geht und wieder auf die Bühne kommt. Ganz schön anstrengend für eine Schnecke! Und ohne Frau Gerretz-Strack und Frau Riegel hätten wir das nie geschafft.

Für die Generalproben hatten wir dann in der Woche der Aufführung zwei ganze Tage Zeit – sonst wäre das Ergebnis auch nicht so grandios geworden! In den Pausen wollten Fine und ich uns etwas entspannen, aber Giovanni sagte nur: „Also, ihr Flaschen leer – jetzt wird Fuß-e-ball gespielt! Basta! Ich habe fertig.“

An den beiden Auftrittstagen trafen wir uns schon 45 min vorher, um uns von einigen Müttern schminken und fotografieren zu lassen.

Am Tag unseres zweiten Auftritts durften wir schon nach dem Mittagessen noch Hause gehen, um uns auszuruhen: Schließlich waren auch die etwas schnelleren Tiere am Abend vorher nach der Premiere erst spät ins Bett gekommen. Ich blieb natürlich in der Schule, damit ich rechtzeitig zur Aufführung erscheinen konnte.

Beide Aufführungen waren gut besucht, bei der ersten war unsere ganze Schulgemeinde eingeladen, bei der zweiten kamen die neuen 5er zum Kennlernnachmittag in unser Musical. Natürlich haben uns auch unsere Lehrer bewundert.

Die Darsteller, welche gerade nicht auf der Bühne waren, konnten Backstage im Reliraum warten, etwas essen und trinken und über Lautsprecher mithören. Außerdem waren hier unsere Helfer aus der Mittel- und Oberstufe stationiert.

In ihrer Gesamtheit fand ich die ganze Aktion toll, und unserem Publikum hat es anscheinend auch gefallen. Fragen Sie Giovanni und Fine, die schwärmen heute noch von all dem Lob, das sie bekommen haben; aber ich halte mich da lieber bescheiden zurück.

Ach ja, die anderen Tiere haben natürlich auch gut gespielt. Und bitte verzeihen Sie mir, dass ich die Balletteinlagen hier nicht richtig würdigen kann, aber mir wird jetzt noch schwindelig, wenn ich an die Pirouetten und Hebefiguren denke!

[Ben Kronshage, 5e]

Fotovideo zur Musicalaufführung