Kurzinfo

 

Schulidee in aller Kürze
Der Leitgedanke unserer Arbeit basiert auf einem christlichen Menschenbild und geht somit von der Annahme aus, dass Schule nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen im Blick hat. Eine ganzheitliche Erziehung zielt auf die Entfaltung und Förderung aller Kräfte der Heranwachsenden ab. Neben der intellektuellen Ausbildung gehören dazu die künstlerisch-musische Förderung, die sportliche Betätigung und selbstverständlich die religiöse Bildung.
Tagesheimschule, was ist das?
Der Begriff Tagesheimschule stammt aus der Gründerzeit unseres Gymnasiums und soll ausdrücken, dass Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam den ganzen Tag verbringen sollen. Die Schule soll nach Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler ein Zuhause für den Tag sein. Dieser Idee fühlen wir uns auch heute noch verpflichtet. Die Mittagspause ist daher auch kein lästiges Anhängsel, sondern gehört genauso zum Schulleben wie der Unterricht. Das fängt schon damit an, dass das Essen bei uns gekocht, also nicht geliefert wird. In der Mittagspause finden Aktivitäten (sogenannte Neigungsgruppen) auch und gerade mit den Lehrerinnen und Lehrern statt, bei denen die Schülerinnen und Schüler morgens und am Nachmittag Unterricht haben. Hierdurch soll der Gemeinschaftsgedanke gestärkt werden. So haben z. B. alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern in der Woche eine gemeinsame Mittagspause, die durch Spiele, Gespräche oder sonstige Aktivitäten geprägt ist.
Ist der Schultag zu lange?
Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 haben – außer mittwochs – bis 14.55 Uhr und die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 – außer mittwochs – bis 15.40 Uhr Unterricht. Am Mittwoch schließt der Unterricht für alle Klassen um 13.00 Uhr. Der normale Schultag ist natürlich länger als im Durchschnitt auf einem anderen Gymnasium. Aber der Tag ist strukturiert. Das heißt, es gibt Unterrichtszeiten, also Arbeitszeit und Freizeiten, genauso also wie es zu Hause sein soll. Von daher wird der Nachmittagsunterricht nach der Freizeit als selbstverständlich angesehen. Im Übrigen ist der Unterricht natürlich auch anders strukturiert. Der Unterricht ist – insbesondere am Nachmittag – durch Selbsttätigkeit geprägt. Ferner entfällt die Hausaufgabe, sodass die Schülerinnen und Schüler bis auf Vokabellernen, wenn sie nach Haus kommen, Freizeit haben.
Lernen und üben ohne Hausaufgaben – geht das?
In den Hauptfächern haben unsere Schülerinnen und Schüler mindestens eine Stunde mehr Fachunterricht, als dies im staatlichen Lehrplan vorgeschrieben ist. Diese zusätzliche Stunde, die von der Fachlehrerin/vom Fachlehrer betreut wird, wird allerdings zur Sicherung, Vertiefung, Ergänzung und Förderung genutzt, ist aber in den Stundenplan integriert. Es wird also auch bei uns geübt, aber eben nicht bei einer an den Fachunterricht angehängten allgemeinen Hausaufgabenbetreuung, sondern bei der Fachlehrerin/beim Fachlehrer in der Schule. Vokabeln müssen freilich – falls sie nicht schon in der Schule behalten wurden – zu Hause gelernt werden.
Aufnahmevoraussetzung Taufe?
Da das Albertus-Magnus-Gymnasium in Trägerschaft des Bistums Aachen ist, nehmen wir i.d.R. nur getaufte Kinder auf, deren Eltern auch zur Kirche gehören. Es gibt allerdings auch Ausnahmen. So besuchen unsere Schule auch Schülerinnen und Schüler, die nicht getauft sind oder deren Eltern nicht der Kirche angehören. Aber – wie gesagt – das sind Ausnahmen. Die Teilnahme am Religionsunterricht ist bei uns jedoch für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend.

 

Aufnahmevoraussetzung – nur die Noten zählen?
Sehr gute Leistungen müssen es nicht sein. Wir wollen aber nicht, dass Schülerinnen und Schüler, die unsere Schule erst einmal besuchen, diese wieder verlassen müssen, weil sie hier nicht zurechtkommen. Da wir die Zeugnisse und das Gutachten der Grundschule vorliegen haben, müssen und möchten wir diese als Grundlage unserer Entscheidung nehmen. Es hat sich bewährt, dass wir solche Schülerinnen und Schüler aufnehmen, die in den Hauptfächern im Durchschnitt die Note gut haben. Eine einzelne Note befriedigend ist dabei durchaus möglich.
Kostet der Schulbesuch Geld?
Nein – es wird keinerlei Schulgeld erhoben! Wir erbitten von unseren Eltern lediglich eine freiwillige Elternspende (10 € pro Monat für das erste Kind, 5 € für das zweite Kind). Damit führen wir Maßnahmen durch, die sonst nicht möglich wären, wie z. B. die Erneuerung und schülerfreundliche Gestaltung des Schulhofs. Dieser Elternbeitrag ist freiwillig und wer ihn nicht entrichten kann, ist dennoch an unserem Gymnasium herzlich willkommen. Im Übrigen weiß keiner, der an der Schule tätig ist – auch die Schulleitung nicht -, wer von den Eltern die freiwillige Spende entrichtet und wer nicht.
MINT-Konzept
Die Ausbildung in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ist traditionsgemäß ein Schwerpunkt unserer schulischen Arbeit. Bereits in der Jahrgangsstufe 5 erhalten unsere jungen Schülerinnen und Schüler Office-Unterricht. Neu ist ein Anfängerkurs in Informatik in der Jahrgangsstufe 6, in dem die Schülerinnen und Schüler auf spielerische Art und Weise bereits einige Grundstrukturen der Informatik kennen lernen. Zudem nehmen sie am Bieber-Wettbewerb in Informatik teil. Im Wahlpflichtangebot der Klassen 8 und 9 können die Schülerinnen und Schüler einfache Programmierfähigkeiten u. a. beim Programmieren von Robotern erlernen. Zudem erhalten sie hier einen ersten Einblick in die Digitaltechnik. In der Oberstufe finden Leistungskurse in Mathematik, Physik und Biologie regelmäßig, in Chemie oftmals statt. Aufgrund unserer sehr guten personellen Situation im Fach Informatik können wir im Schuljahr 2016/2017 zum ersten Mal einen Leistungskurs in Informatik anbieten. Zusätzliche freiwillige Einführungskurse, die auf die Teilnahme an Wettbewerben in Informatik, Chemie, Biologie vorbereiten, runden das umfangreiche Angebot ab.
Fremdsprachen erwünscht
An unserer Schule kann man Englisch, Latein, Französisch und Spanisch als Fremdsprachen lernen. Für interessierte Schülerinnen und Schüler bieten wir sogar Griechisch als Wahlpflichtangebot an. Englisch wird obligatorisch ab Klasse 5 von der Grundschule weitergeführt. Als Besonderheit können begabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler bereits ab der Klasse 5 – neben Englisch – auch Latein lernen. Spanisch wird in der Oberstufe unterrichtet. Da einige Schülerinnen und Schüler später – nach dem Abitur – an niederländischen Hochschulen studieren, bieten wir im Schuljahr 2016/2017 Niederländisch in zusätzlichen Unterrichtsstunden an.
Künstlerisch-musische Förderung
Zur Verstärkung der künstlerischen und musischen Erziehung gibt es in den Jahrgangsstufen 5 und 6 jeweils eine sogenannte kreative Stunde. In dieser Stunde wählen die Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Angeboten – wie z.B. Musical, Orchester, Mini-Big-Band, Akrobatik u.v.m. – eines aus und nehmen dann ein Jahr lang an der AG teil. Es zählt hier nicht das Ergebnis, wenngleich dieses oft sehr beachtlich ist, sondern Ziel ist es, dass sich die Schülerinnen und Schüler ohne Erfolgszwang kreativ beschäftigen.
Individuelle Förderung, was bedeutet das?
Um die Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, werden an unserer Schule folgende Maßnahmen durchgeführt:

Hilfe zu Beginn der Gymnasialzeit
Grundlage für eine erfolgreiche Schullaufbahn ist eine sichere Lese- und Rechtschreibkompetenz. Daher werden die Schülerinnen und Schüler am Anfang auf ihre Fähigkeiten in diesem Bereich durch einen anerkannten Test überprüft. Hieraus lassen sich eventuell vorhandene Defizite feststellen, die im Rahmen einer zweijährigen, wöchentlich einstündig stattfindende Schreibwerkstatt behoben werden.

Förderband
Ab Klasse 5 gibt es in jeder Jahrgangsstufe ein Förderband. Es dient einerseits dazu, Schülerinnen und Schüler, die in einem bestimmten Fach Schwierigkeiten haben, zu unterstützen (fördern), andererseits werden in dieser Stunde auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler angeleitet an Wettbewerben teilzunehmen.

Integrationsstunden
In den Hauptfächern haben unsere Schülerinnen und Schüler mindestens eine Stunde mehr als im Lehrplan vorgeschrieben ist. Diese zusätzliche Stunde, die auch von der Fachlehrerin/vom Fachlehrer betreut wird, wird zur Sicherung, Vertiefung und Förderung genutzt.

Bläserklasse?
Es gibt keine fest eingerichtete Bläserklasse, aber eine Bläsergruppe im Umfang einer Klassengröße, die im Neigungsgruppenbereich und in der kreativen Stunde zusammenkommt und übt. Jedes Kind, das ein Instrument beherrschen will, kann dies also bei uns lernen. Wir übernehmen die Organisation und stellen das jeweilige Instrument – nicht nur Blasinstrumente – für zwei Jahre zur Verfügung. Lediglich die anteiligen Kosten für den Instrumentalunterricht sind von den Eltern zu entrichten.
Bilinguale Komponenten

 

 

Auf Wunsch der Elternschaft gibt es an unserer Schule keine gesonderte, durchgängig bilinguale Klasse, weil dann nur wenige Kinder – festgelegt ab der Klasse 5 – die Möglichkeit hätten, bilingualen Unterricht kennen zu lernen. Daher bieten wir in fast allen Jahrgangsstufen bilinguale Komponenten an, sodass geeignete Schülerinnen und Schüler Jahr für Jahr die Möglichkeit haben, in wechselnden Fächern bilingualen Unterricht zu wählen.

Qualitätsanalyse am AMG

 

 

In NRW werden alle Schulen in Abstand von 5 bis 6 Jahren von einer unabhängigen Expertengruppe untersucht; die sog. Qualitätsanalyse. Im Schuljahr 2014/2015 wurde unsere Schule von einem solchen Team begutachtet. Dabei wurden neben den für staatliche Schulen üblichen Kriterien auch zusätzliche Kriterien, die für eine christliche Schule bedeutsam sind, zugrunde gelegt. Das Ergebnis war für unsere Schule überaus erfreulich. Besonders gefreut haben wir uns natürlich darüber, dass die Schülerbetreuung und die Beratung der Schülerinnen und Schüler, die uns sehr am Herzen liegen, als besonders gelungen angesehen wurden. Wer sich für das umfangreiche Datenmaterial interessiert, kann es in unserem Sekretariat nachlesen. Wem das zu viel ist, sucht vielleicht einfach das Gespräch mit unseren Schülerinnen und Schülern sowie mit deren Eltern, um sich über unsere Schule zu erkundigen.
Weitere Auskünfte

 

 

… erhalten Sie, liebe Eltern, gerne im AMG selbst. Ausführlichere Informationen enthält unser 17seitiges Informationsheft (siehe Broschüre Übergang zum AMG) für die Eltern unserer jeweils neuen Fünftklässler/innen.

 

 

 

Schule der offenen Tür

 

 

Unser Bestreben ist es, dass Eltern und Kinder unsere Schule möglichst umfassend und authentisch, d. h. im Alltag kennen lernen sollen, werden doch die Schüler/innen hier ihren Tag verbringen. Deshalb freuen wir uns besonders, an vier Eltern-Kind-Besuchstagen im Januar, die wochentags in den normalen Schulalltag integriert sind, einen vielfältigen und realistischen Einblick in unser Schulleben mit seinen zahlreichen Facetten geben zu können. Zuvor laden wir traditionsgemäß – ebenfalls im Januar eines Jahres – zu einem Informationsabend für die Eltern künftiger Fünftklässler ein.

Falls Sie unsere Schule bereits vorher kennen lernen wollen oder Fragen zu unserer Schule haben, so stehen wir selbstverständlich auch zu anderen Terminen nach Absprache zur Verfügung.