Schulpastoral

„Religiöse Bildung ist am AMG das Angebot einer ganzheitlichen Erziehung in allen Lebensbereichen und Fähigkeiten eines Menschen. Im Schulalltag wird dies konkret im geschwisterlichen Mit- und Füreinander beim Lernen, Essen, Beten, Spielen, Feiern, in den Neigungsgruppen sowie in den verschiedenen sozialen Aktivitäten in den je aktuellen Situationen, die ein Schulleben bietet.“ J.Bomanns, OStR. i. K., Pfr., Schulseelsorger

Schulseelsorge

„Die Kirche hat den Auftrag, die befreiende Botschaft von Jesus Christus durch die Zeitenhindurch wachzuhalten, indem sie selbst als Gemeinschaft glaubwürdig lebt, die Geheimnisse des Glaubens feiert und in Tat und Wort vom treuen Gott Zeugnis gibt“.

(Präambel: Die Grundaufgabe der Kirche. In: Schulpastoral in katholischen Schulen in Freier Trägerschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Würzburg, 1990)

 

Das Albertus-Magnus-Gymnasium als kirchliche Schule sieht sich diesem Auftrag verpflichtet. Aufgabe der „Schulseelsorge/Schulpastoral“ ist es, diesen Auftrag in die alltägliche Situation von allen in der Schule zu realisieren: d.h. Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen und allen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die befreiende Botschaft Jesu soll sich in den Begegnungen am AMG „zeigen“, d.h. auch in schwierigen Konflikt-, Stress- und Trauersituationen. Menschliche Begleitung, aus der christlichen Grundbotschaft heraus, ist die für Schülerinnen und Schüler am ehesten erfahrbare Grundkomponente. Sie verwirklicht sich in Gesprächen, Diskussionen, im Religionsunterricht, in den Begegnungstagen in der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 10), in den Gruppen der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ).

Ziele

Hier wird im Handlungsfeld der Schule versucht:

  • die Subjektwerdung junger Menschen – an der Orientierung der Person Jesu Christi – zu fördern, zu wecken oder anzubieten und für einen dazu notwendigen  menschenwürdigen Lebensraum  Schule einzutreten,
  • mit den Kindern und Jugendlichen eine Kultur der Gemeinschaft einzuüben, die geprägt ist von Kommunikation und Solidarität,
  • im Miteinander nach Gott und nach dem Sinn des Lebens zu suchen,
  • die konkrete Not von Menschen hier und „in der Welt“ wahrzunehmen und sich dafür einzusetzen; z.B. durch eine Kollekte für Straßenkinder oder die finanzielle Unterstützung für das Projekt „Zornröschen“, das sich für missbrauchte Kinder einsetzt.

Glaube im Schulalltag

Schulseelsorge will jungen Menschen zu einer ganzheitlichen Entfaltung verhelfen, damit diese als Befreite und Erlöste leben und glauben können. Sie soll helfen, traditionelle und moderne Formen von Gebet und Gottesdienst kennen zu lernen bzw. zu vertiefen.

Dazu gibt es folgendes Angebot:

  • tägliches Gebet in der ersten Stunde,
  • in regelmäßigen Abständen gefeierte heilige Messe und andere Gottesdienstformen für alle Klassen und Stufen; zu denen alle Kolleginnen und Kollegen den für ein Halbjahr geltenden Gottesdienstplan vorab erhalten,
  • die enge Verbundenheit mit der Gemeinschaft der Gemeinden St. Benedikt durch gemeinsame Gottesdienste aller Schülerinnen und Schüler am Schuljahresende und vor Weihnachten, Abiturgottesdienst, Schulgemeindegottesdienst mit der Pfarrgemeinde St. Cornelius am 3. Advent,
  • die Möglichkeit zur täglichen Teilnahme an der Messe des jeweiligen Tages (aktueller Plan hängt an der Kapelle).

Schulgemeinde

Schulpastoral geht demnach alle an, die mit der Schule zu tun haben, also die ganze Schulgemeinde:

  • Schülerinnen und Schüler,
  • Lehrerinnen und Lehrer,
  • Eltern,
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dieser Ansatz basiert auf dem Verständnis von Kirche als Gemeinschaft, als „communio“ (II.vatikanisches Konzil), in der alle Getauften und Gefirmten auf ihre Weise die Aufgaben der Kirche mittragen. So, wie sie von Bischof Hemmerle im Begriff der Weggemeinschaft für das Bistum Aachen aktualisiert worden ist.

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Ökumene

Am AMG wird dies auch im ökumenischen Sinne verwirklicht. Schülerinnen und Schüler sind also nicht Objekte der Schulpastoral, sondern mitgestaltende Subjekte. Der dialogische Gottesdienst in der Kapelle (Gespräch mit Schülerinnen und Schülern und Priester) ist dafür ein Beleg. Eine so konzipierte Schulpastoral traut Schülerinnen und Schülern eine Kompetenz in Sachen „Gestaltung des Schullebens“ zu.

Hierbei müssen natürlich die Gegebenheiten der gegenwärtigen Gottesdienstsituation im Alltag von vielen Jugendlichen und Eltern berücksichtigt werden:

  • keine kontinuierliche Teilnahme an den Sonntagsgottesdiensten in den Pfarrgemeinden,
  • das starke Nachlassen von Engagement in kirchlichen Gruppen,
  • das Sinken der Kenntnisse im kirchlichen Vollzug von Festen und Bräuchen,
  • das Verschwinden der Frage nach Gott.

In dieser Berücksichtigung steckt für die Kirche sowie die Schule eine wichtige Chance: Sie kehrt zum Ursprung zurück, zum Angebot der Begegnung mit und Begleitung von (jungen) Menschen, die Botschaft Jesu in unsere Zeit zu übersetzen, indem wir ein Stück unseres menschlichen Weges gemeinsam gehen (= Weggemeinschaft) und gemeinsam Verantwortung tragen.

Schul­konzept

Schutz­konzept

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