In diesem Jahr hatte das Albertus-Magnus-Gymnasium zum ersten Mal die Gelegenheit, an der SchulBrücke teilzunehmen. Bei diesem internationalen Projekt der Deutschen Nationalstiftung kommen Jugendliche aus verschiedenen europäischen Ländern zusammen, um sich mit gesellschaftlichen Fragen zu beschäftigen, gemeinsam zu diskutieren und andere Kulturen kennenzulernen. Wir waren mit fünf Schülerinnen und Schülern aus der EF dabei und verbrachten neun Tage mit rund 50 Jugendlichen aus Deutschland, Rumänien, Frankreich, Italien, Kroatien, der Slowakei und Ungarn im Wilhelm-Kliewer-Haus in Mönchengladbach-Hardt. Begleitet wurden wir von einem Organisationsteam, das größtenteils aus ehemaligen Teilnehmenden, sogenannten Alumni, besteht.

Inhaltlich beschäftigten wir uns mit Fragen rund um Europa, Nachhaltigkeit und unsere gemeinsame Zukunft. Bereits im Vorfeld hatten wir nachhaltige und innovative Projekte aus unseren Heimatregionen recherchiert, die wir uns gegenseitig vorstellten. Besonders zum Nachdenken brachte uns auch eine philosophische Vorlesung von Dr. Frithjof Reinhardt über „Das Zukünftige in der Vergangenheit“. Passend dazu gestalteten wir ein „Museum der vergangenen Zukunft“ mit Erinnerungsstücken aus unseren Familien. Eröffnet wurde der Museumsrundgang von Hermann Gröhe, dem ehemaligen Bundesgesundheitsminister, der selbst ein Stück der Berliner Mauer mitgebracht hatte.

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In internationalen Arbeitsgruppen beschäftigten wir uns anschließend mit gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Themen und entwickelten eigene Lösungsansätze. Ein Beispiel war die Idee einer Spendenwebseite, über die Bücher gesammelt, digitalisiert und Kindern und Jugendlichen in ärmeren Regionen zugänglich gemacht werden sollen. In einer zweiten Arbeitsphase konnten wir außerdem in kreativen Workshops mit Fachexperten zusammenarbeiten, unter anderem in den Bereichen Video-Storytelling, Fotografie und Stadtplanung.

Wie wichtig Zusammenarbeit ist, zeigte sich auch bei einer gemeinsamen Teambuilding-Aufgabe, bei der wir aus Holzlatten eine Brücke über einen imaginären Fluss bauen sollten. Damit wurde die Idee der SchulBrücke auch ganz praktisch erlebbar.
Ein besonderes Highlight war unser internationales Buffet, zu dem die Jugendlichen landestypische Spezialitäten mitgebracht hatten. Besonders lustig wurde es, als einige ungarische Teilnehmende uns einen traditionellen Volkstanz beibrachten. Anfangs blieben die meisten noch in ihren kleinen Gruppen aus dem eigenen Land. Doch beim gemeinsamen Tanzen lockerte sich die Stimmung und aus dem Buffet wurde eine richtig schöne Feier. Auch außerhalb des offiziellen Programms verbrachten wir viel Zeit miteinander und lernten uns immer besser kennen.

Für uns war die SchulBrücke eine unglaubliche und einmalige Erfahrung. Sie hat uns gezeigt, dass wir eigentlich gar nicht so unterschiedlich sind, obwohl wir aus verschiedenen Ländern kommen. Die SchulBrücke hat, wie der Name schon sagt, für uns eine Brücke in Länder wie die Slowakei oder Kroatien gebaut, die uns vorher eher fremd waren. Jetzt verbindet uns mit diesen Ländern Menschen, die wir kennengelernt habe, und Erinnerungen, die bleiben werden. Aus Fremden wurden innerhalb weniger Tage Freunde.